BUNCH OF KUNST – A FILM ABOUT SLEAFORD MODS

Poster_BunchOfKunstFreitag, 6. Oktober 2017, 19:00 Uhr
Regie: Christine Franz, D 2017, 103 Min., OmU

Iggy Pop hält sie für die “momentan beste Rock’n’Roll-Band der Welt”. Die SLEAFORD MODS überzeugen ihre Fans mit knallharten und schnörkellosen Songs über echte Themen: Das machte sie zu Helden der britischen Working Class. Der Film begleitet das grandiose Grantelrap-Duo aus Nottingham vom improvisierten Aufnahmestudio im Schlafzimmer bis in die riesige Arena des Glastonbury-Festivals.
Anschließend DJ-Party im Café Riptide!

»»» Trailer zum Film!

Vielen lieben Dank auch wieder an Bloggerin Jacqueline Schwaneberg für Ihren Beitrag:
Die „Sleaford Mods“ auch bekannt als: „die wütendste Band Englands“, erleben zurzeit ihren großen Erfolg. BUNCH OF KUNST gibt uns einen Einblick in die vergangenen, ersten Jahre ihrer Bandgeschichte. Dass das Sound on Screen auch zu dieser kleinen, aber feinen Band einen Film zeigt … diese Frage stellt sich mir gar nicht erst.

Dieses Mal ohne Getränk und etwas erkältet setzte ich mich in diesen gar nicht so prall gefüllten Kinosaal. Natürlich wurde Werbung für das vor der Tür stehende Filmfest gemacht. Denn: Sound on Screen goes (mittlerweile „went“) Filmfest. Und am Dienstag, den 17.10. bis zum 22.10.2017 war es soweit.

Doch wer sind eigentlich diese Sleaford Mods und wie kamen sie zu ihrem Ruf? Diese Fragen werden im Film beantwortet, doch ich erlaube mir einen Teaser: Es sind Jason Williamson und Andrew Fearn. Sie nennen ihre Band auch liebevoll „zwei Mittvierziger, die Musik machen und eine Band gegründet haben.“ In ihren Liedern sprechsingen sie von den Missständen in England unter Anderem in der Arbeiterklasse. Und diese fühlt sich angesprochen, gehört, wie die Interview-Ausschnitte von Konzertbesuchern in der Dokumentation zeigen. Die Sleafords sagen das, was sich – so scheint es mir als Außenstehende – keiner traut zu sagen. Das kommt an.

Dabei erfinden sie das Rad nicht neu. Andrew steht bei den meisten Auftritten an seinem Laptop auf Bierkisten platziert und Jason spricht, meist auch brüllend, in das Mikrofon. Minimalistisch, aber gerade dadurch so authentisch. Die Auftritte werden von den Zuhörern gepriesen.

Kurz gesagt: Sie sind rau, sie sind ehrlich. Wer die Menschen hinter der Musik genau sind und wie sie mit dem ansteigendem Erfolg umgehen, das könnt ihr in BUNCH OF KUNST erleben. Übrigens: was den Kinosaal nicht wenig zum Schmunzeln gebracht hat, war die Auflösung warum der Film heißt, wie er heißt. Ihr dürft gespannt sein!

Danach ging es zur obligatorischen After-Show-Fete ins Riptide. Wir verbrachten unseren Ausklang diesen Abend draußen im Achteck, konnten auch dort die aufgelegte Musik genießen, bei welcher die Songs von den Sleafords dabei waren. Den DJ des Abends mögen einige von euch, die länger in Braunschweig waren und schon einmal im Lindbergh Palace gewesen sind, kennen. Denn er ist Teil des Supernova Soundsystems, welche jeden ersten Samstag im Monat ihre ganz eigene Indie-Party schmeißen. Unbedingt empfehlenswert!

Nach einem sehr leckeren, warmen Chai Latte, verließ ich das Riptide früher als sonst. Erträglicher hat es diese tückisch- und typische Herbst/Winter-Krankheit allemal gemacht. Noch immer gewärmt vom warmwürzigen Milch-Kräuter-Mischgetränk machte ich mich zufrieden auf den Weg nach Hause.

(Jacqueline Schwaneberg)